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Aktuelles Projekt

Sinnesgarten

Gegenstand der aktuellen Tätigkeiten ist das Vorhaben, das Angebot des Altenzentrums Porz-Urbach um jene Möglichkeiten zu erweitern, die ein entsprechend gestalteter Sinnesgarten bieten kann. Das vorliegende Dokument beschreibt eine Zusammenfassung des aktuellen Beratungsstandes und versucht die dabei behandelten Punkte zu listen. Mithilfe vieler Rückmeldungen können die Ideen und Bedingungen für den neuen Garten der Sinne Punkt für Punkt festgehalten werden.  

Die vorhandene Situation
Das Altenzentrum Porz-Urbach ist durch verschiedene Nutzungsbereiche gekennzeichnet, die in die Planung mit einbezogen werden müssen. So gibt es zunächst den Bereich der Wohn-/Pflegeeinrichtung für insgesamt 68 Bewohner.  Dieser Bereich grenzt direkt an das vorgesehene Planungsgebiet an und soll im Mittelpunkt der zukünftigen Planungen stehen.

Weiter grenzen an das Planungsgebiet die  Wohnungen , aufgeteilt in  60 Ein-Personen- und 20 Zwei-Personen-Appartements der Einrichtung an. Da die Mieter bereits jetzt die reichhaltigen Angebote des Altenzentrums wahrnehmen können und da auch die Wohnungen an das Gebiet angrenzen, gibt es auch hier eine Planungsrelevanz.

Ebenfalls angegliedert ist die Praxis für Krankengymnastik & Zentrum für Fitnesstraining Physio Vital. Auch hier liegt eine direkte Nachbarschaft zum Planungsgebiet vor.

Zudem werden auch bereits jetzt alle  Gemeinschaftseinrichtungen mit entsprechenden offenen Angeboten in der Begegnungsstätte, Kapelle oder im Therapiezentrum von den Gemeindemitgliedern und den benachbarten Bürgern genutzt.

Für die Einrichtung eines Sinnesgartens steht die Freiflächen auf der entgegengesetzten Seite der Einrichtung (Südseite) zur Verfügung. Sie stellen zwar einen planerisch schwierigeren Bereich dar, da hier ein schmaler längerer Bereich vorliegt, der dadurch auch nicht komplett einsehbar ist. Dafür jedoch berührt er alle relevanten Bereiche der Einrichtung und zudem ist er auch bereits jetzt baulich gut nach Außen abgeschlossen.

Nutzungsvorhaben
Der neu zu errichtende Sinnesgarten soll von Anbeginn an so konzipiert werden, dass eine Einbindung in die Strukturen der Einrichtung gewährleistet wären. Dafür wurden zunächst folgende Nutzungsmöglichkeiten festgehalten:

Offene Nutzung:

  • Freiraum für eigenmotivierte Spaziergänge der Bewohner
  • Nutzung für Mitarbeiter für die „kleine Pause“
  • Qualitativ hochwertiger Grünflächenbereich für die Mieter der Wohnungen.
  • Nutzung für Angehörige, die einen Freiraum beim Besuch wünschen.

 

Organisierte Nutzung:

  • Nutzung bestehender Angebote der Einrichtung ( Gedächtnisgruppe , Schach etc.)
  • Nutzung durch die Physiopraxis als „Außen –Gymnastikraum"
  • Nutzung durch neu zu konzipierende Angebote  ( siehe hier Sonderpunkt)

  

Die Gartenbereiche

Da das vorhandene und vorgesehene Gelände, wie erwähnt, nahezu an der  kompletten Einrichtung entlang angesiedelten ist, und hier auch bereits vorgegebene örtlich unterschiedliche Bedingungen herrschen, ist es bedeutsam nicht nur die Nutzung des zukünftigen Gartens als Ganzes , sondern auch entsprechend der unterschiedlichen Bereiche zu betrachten.

 

Bereich 1 -  Ausgang in den Garten
Hier liegt der zentrale Ausgang in den Garten. Daher bekommt dieser Bereich später besondere Bedeutung. Dieser wird der Dreh- und Angelpunkt des Gartens.

  • Hier müssen die Hauptsitzbereiche liegen, um auch mobilitätsbeeinträchtigten Bewohnern den Zugang zum Garten zu gewähren.
  • Die Belange der angrenzenden Wohnungen sind hier besonders zu berücksichtigen
  • Die Tatsache, dass hier momentan der Raucherbereich liegt ist zu berücksichtigen
  • Eine Sicherung zur angrenzenden Böschung ist zu gewährleisten
  • Hier ist der geeignete Platz für Gruppenaktivitäten, da beispielsweise der Weg zu Toiletten am kürzesten ist.
  • Vorhanden ist eine kleine Strauchgruppe Buchen, die zur Zeit Schatten und Windschutz bietet.

Bereich 2  - Bereich an den Mietwohnungen
Hier existiert eine der beiden großen freien Flächen an den Enden des Gartens. Als entsprechender Zielpunkt wird somit auch hier ein besonderer Charakter anzustreben sein.

  • Die Privatsphären der Mieter , die sich bereits teilweise intensiv um ihre angrenzenden Terrassen kümmern muss gewährleistet werden
  • Dieser Ort muss ein Ziel sein, es muss sich lohnen, sich hier hin zu bewegen, daher benötigt er ein eigenes Thema.
  • Dieser Bereich ist als Wendepunkt zu gestalten.

Bereich 3  - Bereich am Walnussbaum
Hier existiert eine der beiden Übergangsbereiche zwischen zentraler Fläche und den Endpunkten. 

  • Die Privatsphären der Bewohner , die sich bereits teilweise intensiv um ihre angrenzenden Terrassen kümmern muss gewährleistet werden
  • Hier liegt ein Durchgangsbereich vor, so das der Bewegung ein Sinn gegeben werden muss – es muss sichtbar sein, was denn da noch kommt.
  • Durch den großen Walnussbaum ist hier ein sehr schattiger bereich, diese Ressource sollte genutzt werden, beispielsweise um hier einen entsprechenden Sitzplatz anzugliedern.  

Bereich 4  - Bereich an den Mietwohnungen
Hier existiert die zweite der beiden großen freien Flächen an den Enden des Gartens. Als entsprechender Zielpunkt wird somit auch hier ein besonderer Charakter anzustreben sein.

  • Die Privatsphären der Bewohner , die sich bereits teilweise intensiv um ihre angrenzenden Terrassen kümmern muss gewährleistet werden
  • Dieser Ort muss ein Ziel sein, es muss sich lohnen, sich hier hin zu bewegen, daher benötigt er ein eigenes Thema.
  • Dieser Bereich ist insgesamt gesehen die größte zu bebauende Freifläche innerhalb des neuen Gartenkonzeptes. 
  • Aufgrund der sonnigen Lage sind hier die besten Bedingungen für Blumen etc. gegeben.  

Bereich 5  - Bereich an den Gymnastikräumen
Hier existiert eine Art Sonderfläche. Dieses sowohl aufgrund der baulichen Gegebenheit, dass sie weitaus tiefer liegt als der restliche Garten, wie auch dadurch, dass diese direkt an die Physiopraxis angrenzt.

  • In diesem Bereich wäre es möglich Übungsstationen zu errichten, die von der Praxis, aber auch innerhalb der Gartenprojekte genutzt werden könnten
  • Bauliche Veränderungen in diesem Bereich sind mit hohen Kosten und Aufwand verbunden.
  • Dieser Bereich ist aufgrund seiner Lage stark beschattet und auch windgeschützt  

Bereich 6  - Übergangsweg 
Auch dieser Bereich stellt einen Übergangsbereich dar. Da er sich als schmaler Schlauch präsentiert ,ist auch hier das Thema „ Bewegung zu einem Ziel „  das, was  weiter zu entwickeln wäre.

  • Der Bereich ist sehr schmal und aufgrund der angrenzenden Böschung auch nur sehr schwierig zu vergrößern.
  • Aufgrund der Länge des Bereiches muss er so gestaltet sein, dass es sich lohnt, sich weiter zu bewegen. Es benötigt Punkte , die „weiter ziehen“  

 

Bisherige Gestaltungsideen

Es erscheint allen Beteiligten sinnvoll nicht einzelne neue Gartenbestandteile zu erschaffen , als vielmehr einen Gesamtgarten zu erstellen. Dieses ist stärker identitätsschaffend und reizt auch stärker dazu, den Gesamtgarten zu erobern und nicht nur kurz hier oder dort vor die Tür zu gehen. Es ergibt sich die allgemein festgestellte Notwendigkeit, dass der Inhalt des Gartens mit den Lebenswelten der Bewohner im Einklang stehen sollte.

Als erstes Thema für einen solchen Garten wurde dabei, analog der Ausrichtung des Hauses die Idee entwickelt einen betont christlichen Garten zu erstellen. Anknüpfend an die Kompetenzen der Bewohner könnten typische Jahrestage, Rituale  oder Ereignisse des christlichen Lebens und Jahresverlaufes in diesem Garten gespiegelt werden. Dabei wäre zu überlegen, wie man die einzelnen Orte mit entsprechenden Inhalten füllt. Einzelne Ideen , die dabei bereits geäußert wurden waren folgende ( Bitte erweitern )

  • Das Thema „Maria“ symbolisieren ( z.B. Statue )
  • Pflanzen aus der Bibel auswählen ( Ölweide etc.)
  • Jahresereignisse nutzen ( z.B. Kräutersträuße)
  • Objekte nach Bibelstellen, wie einen Paradiesbrunnen

 

Verbindung der Bereiche

Als ein Problem wurde erkannt, dass der Garten in das Bewusstsein der Nutzer gebracht werden muss. Dafür scheint es auch sinnvoll den einzelnen Bereichen ihren eigenen Charakter und auch ihren eigenen Namen zu geben. Diese Namen müssen einerseits den Ort passend kennzeichnen, wie sie aber auch seine Rolle im  Gesamtkonzept beschreiben sollten.

  • Bereich 1 –  Paradiesgärtlein ?
  • Bereich 2 –  Mariengarten ?
  • Bereich 3 –      ?
  • Bereich 4 –  Bibelpflanzengarten ?
  • Bereich 5 –      ?
  • Bereich 6 –   Kreuzweg ?

   

Einzelideen

Neben dieser ersten Idee eines Sinnesgartens und der eines christlichen Gartens wurden im Gespräch weitere einzelne Punkte erwähnt, die hier festgehalten – und nach Möglichkeit erweitert werden sollten:

  • Als positive und sicher angenehme Betätigung im Garten wurde die Idee des Kegelns entwickelt
  • Gewünscht wurde auch das Anpflanzen von Obststräuchern als Naschhecke
  • Das Thema Wasser wurde als sehr positiv beurteilt. Hier gilt zu prüfen, wie dieses möglich wäre – Brunnen / Schwengelpumpe usw.
  • Die Möglichkeiten der Naturbeobachtung ( Vogeltränken) etc. wurde vorgeschlagen 
  • Visuelle Objekte wurden präferiert, bei akustischen Objekten jedoch ist eher ein vorsichtiges Vorgehen erwünscht.
  • Das Thema der Wetterbeobachtung könnte thematisiert werden.

   

Einbindung in das Konzept

Übereinstimmung besteht darüber, den Umbau direkt mit Maßnahmen zu begleiten, den Garten einzubinden. Erste wichtige Fragen und Ideen dabei waren ( auch hier bitte erweitern)

  • Inwieweit sind Bewohner oder auch Nagehörige bzw. Ehrenamtler in die Pflege des neuen Areals einzubeziehen
  • Soll dieses als „Arbeitsliste“ zur Verfügung gestellt werden, oder im Rahmen eines neuen Gartenangebotes. 
  • Wie ist die technische Abteilung bei der Pflege zu unterstützen, wäre es möglich auch sie in die Kooperation mit Bewohnern einzubinden.
  • Regelmäßige Gartenspaziergänge könnte als Ritual in das Programm der Einrichtung übernommen werden und würden den Garten in das Bewusstsein der Einrichtung bringen 
  • Neue Gartenprogramme müssten personell verantwortlich vergeben werden 
  • Neue Gartenangebote müssen von sehr einfacher Natur sein um nicht zu frustrieren.

   

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